AWO Saalekreis

Familienpädagogische Kinderwohngruppe

Konzeptioneller Grundgedanke

Die Familienpädagogische Kinderwohngruppe richtet sich an Kinder im Alter von 7 - 12 Jahren. Die Zusammenfassung dieser Alterklassen ermöglicht eine Konzentration und eine gemeinsame Arbeit am Schwerpunkt Schule. So können sich die Schulanfänger vom Kleinkinddasein lösen und sich an den Abläufen und den Gegebenheiten des Schulbesuches mit Hilfe und Unterstützung der Grundschüler und natürlich auch der Pädagogen orientieren. Jedes Kind hat dabei die Möglichkeit sich in die Gruppengemeinschaft einzufügen, Freundschaften zu entwickeln und einen helfenden, respektvollen und motivierenden Umgang miteinander als Grundlage menschlichen Zusammenlebens zu erlernen.

Je nach vorhandener Kapazität ist es in dieser Wohngruppe möglich, Geschwisterkinder unterschiedlicher Altersgruppen anfangs gemeinsam in diesen Wohnbereich aufzunehmen, um für die Phase der Eingewöhnung die Geschwister als zunächst wichtigste Bezugsperson in unmittelbarer Nähe zu behalten.

Ziele

Als wichtige Ziele in der pädagogischen Arbeit stehen hier unter anderem die Förderung des Auf- und Ausbaus von respektvollen und wertschätzenden Beziehungen und Freundschaften zu anderen Menschen des sozialen Umfeldes, besonders zu Gleichaltrigen; die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Aufbau eines gesunden Maßes an Selbstvertrauen und Ausbau der intellektuellen Fähigkeiten durch schulische Förderung, Nachhilfe und Übungen, um Leistungsschwächen oder vorhandene Defizite bereits im Vorfeld zu erkennen und zu minimieren oder zu beseitigen.

Kapazität

  • 8 Plätze für Kinder im Alter von 7-12 Jahren


Schwerpunkte

Partizipation

Partizipation ist ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung. Die Umsetzung der Partizipation geschieht unter anderen in wöchentlich stattfindenden Gruppengesprächen der gesamten Gruppe und der damit verbundenen Mitbestimmung im Alltag (Gestaltung von Gruppenregeln, Räumlichkeiten, Freizeitaktivitäten, Essenspläne etc.). Das Mitwirken und die sich dadurch ergebende Möglichkeit, die eigene Meinung im Alltag auch durchsetzen zu können, festigt das Selbstvertrauen und trägt so zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Schulische Förderung

Für die schulpflichtigen Kinder wird der weitere Schulbesuch sichergestellt. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit zur Eingliederung in eine ortsansässige, einrichtungsnahe Grundschule. Die geregelte Tagesstruktur beinhaltet feste Hausaufgabenzeiten und gibt die Möglichkeit der individuellen schulischen Förderung und Nachhilfe.

Eltern- und Familienarbeit

Die Einbeziehung der Eltern, im Einzelfall auch der Großeltern, stellt ein zentrales Element unserer pädagogischen Arbeit dar und findet fallspezifisch statt. Die Eltern werden in ihrer Erziehungsverantwortung beraten, aktiviert und gestärkt. Es gilt in gemeinsamer Arbeit vorhandene Ressourcen zu erkennen und zu nutzen und im besten Fall eine stabile Basis für eine Rückführung in den elterlichen Haushalt zu schaffen.